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kreis Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik

ARPM-Team

Dr. Hans-Georg Babke Pfarrer Professor Dr. phil. Hans-Georg Babke
Telefon: +49 (0) 5331- 802 512
Heiko Lamprecht Pfarrer Heiko Lamprecht
Telefon: +49 (0) 5331- 802 500
  Torben Hochfeld
Medientechniker

Telefon: +49 (0) 5331- 802 514
Christel Körner Christel Körner
Publikationen / Bestellservice,
Fortbildung im Ausland
Telefon: +49 (0) 5331- 802 507
Silke Lilie Silke Lilie
Kursanmeldung, Tagungsmanagement
Telefon: +49 (0) 5331- 802 504
Nikolas Rust Nikolas Rust
Bibliothek, Beratung und Verleih
Telefon: +49 (0) 5331- 802 510
Veronika Verenin Veronika Verenin
Multimedia-Assistentin, Online Redakteurin
Telefon: +49 (0) 5331- 802 515

 

ARPM – über 60 Jahre Engagement für den Religionsunterricht in der Schule

Der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) wurde 1953 als sog. Katechetisches Amt  gegründet und nahm 1954 – mit Haushaltsmitteln ausgestattet – seine Arbeit auf. Sein Schwerpunkt lag von Anfang an auf dem schulischen Religionsunterricht und dessen Qualitätssicherung unter den zeitgeschichtlich wechselnden Qualitätsgesichtspunkten. Neben der individuellen Beratung und Unterstützung von Religionslehrkräften wurden in der Anfangsphase Religionspädagogische Arbeitsgemeinschaften zwischen Lehrern und Pfarrern in den Propsteien der Landeskirche eingerichtet und kontinuierlich begleitet, jährliche Herbsttagungen insbesondere zur Didaktik des Religionsunterrichts sowie Weiterbildungskurse zum Erwerb der Lehrbefähigung in dem Mangelfach Religion durchgeführt und sporadische Arbeitshilfen herausgegeben.
Daneben wurden Fortbildungskurse für Pfarrer in der Konfirmandenarbeit angeboten sowie basale pädagogische Kurse mit Schulpraktika für die auszubildenden Vikare.

Ein durchgängiges Merkmal der Arbeit unserer Einrichtung ist die gute Zusammenarbeit mit der staatlichen Schulverwaltung. Das war insbesondere in der Anfangsphase der Bundesrepublik Deutschland wichtig, weil das Verhältnis zwischen Kirche und Schule noch immer belastet war durch die kirchliche Schulaufsicht in der Zeit des Staatskirchentums vor 1918. Enge Kontakte wurden zu den Katechetinnen in den ostdeutschen Gebieten gepflegt, die vor der Teilung Deutschlands zum Gebiet der braunschweigischen Landeskirche gehörten und nach Aufhebung der Teilung wieder gehören.

Inhaltlich war diese erste Phase bestimmt von der eher theologisch als pädagogisch begründeten Konzeption der Evangelischen Unterweisung. Zu jener Zeit wurde der Religionsunterricht als „Kirche in der Schule“ und damit gewollt als Fremdkörper  und Störfaktor in der öffentlichen Schule als Konsequenz aus dem totalitären Weltanschauungsstaat des Nationalsozialismus verstanden. Die Schüler sollten als getaufte Christen in die religiöse Lebensform ihrer Kirche eingeführt sowie mit der kirchlichen Praxis und den konfessionellen Glaubenslehren vertraut gemacht werden. Der Religionsunterricht war eine andere Form des nachgeholten Taufunterrichts. Die Religionslehrkräfte waren dementsprechend die gläubigen Agenten der Kirche im Raum der Schule, die dort ihren priesterlichen Dienst wahrnehmen sollten. „Von der Kirche zur Kirche“ – so lautete die Devise jener Zeit. Fremdreligionen waren nach dieser Konzeption kein Gegenstand des Religionsunterrichts. Das Christentum wurde für die einzig wahre Religion angesehen, während sich alle außerchristlichen Anschauungen in der Unwahrheit befanden. Später wurde diese Auffassung als „Dualistischer Exklusivismus“ bezeichnet, in dem jede außerchristliche Religion als möglicher Heilsweg ausgeschlossen wurde.

Unsere heutige Situation, die von einer zunehmenden Pluralisierung und Diversifizierung der weltanschaulich-religiösen Bedingungen unserer Gesellschaft und von einem globalisierten Bewusstsein geprägt ist, erlaubt es grundsätzlich nicht mehr, die Absolutheit der Wahrheit einer kulturell-religiösen Perspektive gegenüber der Unwahrheit anderer Perspektiven zu vertreten. Diesen Veränderungen kann nur mit einer reflektierten Verhältnisbestimmung im Rahmen einer pluralistischen Religionstheologie begegnet werden, die sich auch in der Behandlung fremder Religionen im schulischen Religionsunterricht auswirkt.

Um zu dieser Einsicht zu kommen, bedurfte es jedoch der Pioniere in der Religionspädagogik, die den Religionsunterricht nicht mehr vom Auftrag der Kirche her begründeten, sondern vom allgemeinen Bildungsauftrag der Schule. Das geschah in den religionspädagogischen Konzeptionen der 1960er und 1970er Jahre. Zunächst in der Konzeption des Hermeneutischen Unterrichts, nach der es Aufgabe der Schule war, den Schülern ein Verständnis  der vom Christentum geprägten Kultur über das Verstehen der biblischen Überlieferungen zu vermitteln. Es folgten der problemorientierte und der ideologiekritische Religionsunterricht, in denen die lebensweltlichen Herausforderungen der Schüler und die gesellschaftlichen Probleme zum Gegenstand des Religionsunterrichts gemacht und Lösungen im kritischen Lichte der christlichen Traditionen formuliert werden sollten. Mit solchen Konzeptionen verbunden waren auch die Wissenschaftsorientierung einerseits und die stärkere Schülerorientierung. Die Begründung des Religionsunterrichts vom allgemeinen Bildungsauftrag der Schule, die Orientierung an den Bezugswissenschaften Theologie, Religionswissenschaft und Pädagogik und die Schülerorientierung waren die Errungenschaften, die bis heute gültig und unseres Erachtens unaufgebbar sind. An diesen Diskursen ist auch unsere religionspädagogische Einrichtung in unterschiedlicher Intensität beteiligt gewesen.

Ihre Leiter waren die Pfarrer Dr. Heinrich Brinkmann (1954-1961), Hartmut Padel (1961-1976), Wilhelm Reinmuth (1976-1984), Professor Dr. Dr. Manfred Kwiran (1984-2001), Dr. Hans-Georg Babke (seit 2001). 1971 wurde die Stelle des stellvertretenden Leiters errichtet, die von den Lehrern Paul-Otto Gutmann und Wolfgang Pschicholz sowie den Pfarrern Prof. Dr. Dr. Manfred Kwiran, Dr. Peter Hennig, Dr. Hans-Georg Babke und Heiko Lamprecht wahrgenommen wurde. Leiter der 1971 eingerichteten Medienzentrale war bis 1999 Ralf Kleefeld. Danach wurde die Medienzentrale in die religionspädagogische Fortbildungseinrichtung zum ARPM integriert. Wegen der rasanten technischen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten haben sich der Schwerpunkt und der Charakter der Medienarbeit von Filmvorführkursen mit analogen Unterrichtsfilmen hin zur Nutzung digitaler Medien und der elektronischen Lernumgebungen in den Schulen sowie zur unterrichtlichen Analyse filmsprachlicher Mittel verändert.

Als weitere Unterstützungsangebote für Lehrkräfte halten wir eine gut ausgestattete religionspädagogische Bibliothek mit laufend aktualisierter einschlägiger Literatur bereit, und wir publizieren die dreimal jährlich erscheinenden „braunschweiger beiträge zur religionspädagogik“ mit unterrichtspraktischen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Beiträgen.

Das Katechetische Amt bzw. das Amt für Religionspädagogik bzw. der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik ist zweimal im Laufe seiner Geschichte umgezogen. War es zunächst in einer Villa in der Holbeinstraße in Braunschweig untergebracht, erfolgte 1975 der Umzug in das Haus Kirchlicher Dienste in Riddagshausen, in dem sechs weitere gesamtkirchliche Einrichtungen ihre neue Heimat fanden. 1998 fand dann der Umzug an den jetzigen Standort auf dem Kirchencampus in Wolfenbüttel statt.

Mehrere Versuche, unsere Einrichtung in größere kirchliche Zusammenhänge einzugliedern und uns in unserer Programmhoheit und weitgehenden finanziellen Selbstständigkeit zu beschneiden,  konnten erfolgreich abgewendet werden.

Der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) ist die Lehrerfortbildungseinrichtung der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig mit Sitz in Wolfenbüttel.

Nach dem geltenden Staatskirchenrecht in der Bundesrepublik Deutschland ist der Religionsunterricht in der öffentlichen Schule in der Regel ein ordentliches Unterrichtsfach und als solches eine gemeinsame Angelegenheit von Staat und den entsprechenden Religionsgemeinschaften. Als eine der kirchlichen Aufgaben  hat sich die Fortbildung der Religionslehrkräfte herausgebildet. Unsere Fortbildungsangebote dienen dazu, sowohl im Fach Religion ausgebildete als auch fachfremd unterrichtende Religionslehrkräfte mit dem aktuellen Stand der Bezugswissenschaften Theologie, Religionswissenschaft und Pädagogik um eines zeitgemäßen und guten Religionsunterrichts willen vertraut zu machen.

Der ARPM praktiziert das effiziente Fortbildungskonzept einer Bildungsagentur. Als Referentinnen und Referenten engagieren wir in der jeweiligen Thematik ausgewiesenen Fachleute aus dem Hochschul- und Schulbereich, die auf Honorarbasis die inhaltliche Fortbildung durchführen.

Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten, nationalen und internationalen Religionspädagogenverbänden (GwR, anr, ISREV), mit Schulen sowie mit der Landesschulbehörde.

Unsere eigenen Schwerpunkte liegen in der Bildungstheorie, der Religionsdidaktik mit einer engen Verzahnung systematisch-theologischer und religionspädagogischer Gesichtspunkte, im interkulturellen, interrreligiösen und ökumenischen Lernen, in der Medienpädagogik (Analyse filmsprachlicher Mittel, fachspezifische Nutzung der elektronischen Lernumgebungen) sowie in der professionellen Wahrnehmung der Lehrerrolle.

Der ARPM

  • führt landesweite und regionale Lehrerfortbildungskurse mit fachdidaktischen, methodischen, systemischen und medienpädagogischen Inhalten durch;
  • macht Angebote für Schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) zur Umsetzung der Kerncurricula, zur Mediennutzung und Medienerziehung, zur Werteerziehung und Gewaltprävention, zur Kommunikation in den Kollegien und zur Schulentwicklung;
  • veranstaltet Studiefahrten als kontextbezogenen Fortbildungen im Ausland an kirchengeschichtlich bedeutsamen Orten;
  • führt in Schulen mit bekannten Kinder- und Jugendbuchautoren Lesungen für Schülerinnen und Schüler durch;
  • unterhält eine gut ausgestattete religionspädagogische Verleihbibliothek und legt hierbei großen Wert auf die Beratung der Benutzerinnen und Benutzer;
  • verfügt über eine moderne Medienzentrale mit Spiel- und Dokumentarfilmen für den Unterricht mit den dazugehörigen Rechten der nichtkommerziellen öffentlichen Vorführung;
  • publiziert die „braunschweiger beiträge zur religionspägagogik“ mit erprobten Unterrichtsbeispielen;
  • und führt die pädagogische Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren durch.

 

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Aktualisierung: 03.04.2017
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