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Vokation 2020Vokation unter Coronabedingungen

Lehrkräfte tauschen sich über Religionssensibilität und Coronafolgen an der Schule aus

Während eines feierlichen Gottesdienstes mit Landeskirchenrat Jörg Willenbockel erhielten 20 evangelische Lehrkräfte in der St. Stephanikirche in Goslar ihre Vokationsurkunden, die Kirchliche Bestätigung zur Erteilung von Religionsunterricht. Zuvor hatten sie sich bei einer dreitägigen Fortbildung mit dem Thema "Religionssensible Schule" auseinandergesetzt. So stellte Andreas Gloy (Pädagogisch-Theologisches Institut Hamburg) in seinem Vortrag das Konzept des dialogischen Unterrichts in Theorie und Praxis vor, das den reflektierten Austausch verschiedener Religionen und Kulturen verfolgt. In Workshops präsentierten Beate Peters (Biblische Geschichten) und Heiko Grüter-Tappe (Diakonisches Lernen) praktische Beispiele für die Förderung von Religionssensibilität in Unterricht und Schulkultur. Natürlich war das Thema "Coronapandemie und die Folgen in den Schulen" ein unmittelbarer Schwerpunkt, sowohl als Gegenstand des kollegialen Austauschs als auch im Vortrag von Dr. Marcus Eckert mit dem Titel: "Gesund durch die Krise navigieren: Resilienz in Zeiten von Corona". Die Gestaltung der Vokationstagung und des Gottesdienstes selbst fanden unter konsequenter Beachtung der Hygienevorgaben statt.

Ansprechpartner: Heiko Lamprecht, ARPM

Termine 2021

15.09. – 17.09.2021

Vokationstagung: "Fit für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht?!"
Konfessionelle Kooperation im Schulalltag

Seit 1998 ist Niedersachsen Vorreiter auf dem Gebiet des konfessionell – kooperativen Religionsunterrichts. Allein in den vergangen zehn Jahren hat sich diese Organisationsform des Religionsunterrichts fast vervierfacht. Aber wie steht es in der Unterrichtspraxis mit einer "wirklichen" Berücksichtigung der jeweils "anderen" konfessionellen Perspektive?
Damit der konfessionell – kooperativen Religionsunterricht nicht nur schulorganisatorisch nützlich ist, sondern unterschiedliche Perspektiven und Traditionen sinnvoll und verständlich werden, wollen wir uns im Rahmen dieser Tagung mit didaktisch und methodisch angemessenen, schulformspezifischen Verknüpfungen auseinandersetzen. Es soll darum gehen, die Chancen, die in der konfessionellen Kooperation liegen, wahrnehmen und ergreifen zu können und als Lehrpersonen gut gerüstet in den Schulalltag zu gehen. Dazu werden wir der eigenen konfessionellen Verortung auf die Spur kommen, kirchliche Erwartungen wahrnehmen und diskutieren sowie Unterrichtsmaterialien für den kokoRU sichten und reflektieren.

Leitung:
Heiko Lamprecht, ARPM
Referentinnen: Prof. Dr. Britta Baumert, Universität Vechta
Beate Peters, Lehrerin, Herausgeberin Zeitschrift "Grundschule Religion", Neustadt a. Rbge.
N.N., Niedersächsische Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braunschweig
N.N., Wolfenbüttel

TN-Kreis: geschlossener Teilnehmerkreis

Termin: 15.09. (15.00 Uhr) – 17. 09. 2021 (15.00 Uhr)

Tagungsort: Hotel Hessenkopf, Goslar

Alle Plätze sind belegt!

06.10. – 08.10.2021

Vokationstagung

TN-Kreis: geschlossener Teilnehmerkreis

Termin: 06.10. (15.00 Uhr) – 08.10.2021 (15.00 Uhr)

Tagungsort: Hotel Hessenkopf, Goslar

Alle Plätze sind belegt!

54 neue Religionskräfte berufen

Vokation 2012Im Frühsommer wurden in zwei Vokationstagungen, die der Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) der braunschweigischen Landeskirche im Haus Hessenkopf durchgeführt hat, 54 neue Lehrkräfte von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen damit beauftragt, evangelischen Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen zu erteilen. Dabei handelt es sich um Lehrkräfte aus allen Schulformen. Durch ihre Ausbildung in der Universität und in den Ausbildungsseminaren hatten sie zuvor die fachliche Befähigung für die Unterrichtserteilung im Fach Religion erworben.
Die kirchlichen Vokationstagungen werden vom ARPM und den religionspädagogischen Einrichtungen der anderen niedersächsischen Landeskirchen seit 2007 durchgeführt. Sie sind deshalb nötig geworden, weil die früheren Staatsexamina, an denen Kirchenvertreter beteiligt waren, durch universitätseigene Prüfungen im Bachelor- und Masterstudiengang ersetzt wurden. Der Loccumer Vertrag, der das Verhältnis zwischen dem Land Niedersachsen und den evangelischen Kirchen in Niedersachsen regelt, verpflichtet nur den Staat, nicht aber die Universitäten dazu, Vertreter der Kirchen an den Prüfungen zu beteiligen.
Neben Informationen über den Religionsunterricht in der gemeinsamen Verantwortung von Staat und Kirche ging es vor allem darum, die neuen Religionslehrkräfte auf das Beratungs- und Unterstützungsangebot aufmerksam zu machen, das für ihre wichtige Arbeit in den Schulen von den evangelischen Kirchen für sie bereit gehalten wird. In den diesjährigen Tagungen des ARPM ging es besonders um die Frage, wie das Thema "Fremde Religionen" verantwortlich im Unterricht behandelt werden kann. Bei einer Schulbuchanalyse hatte sich gezeigt, dass die konfessionelle Vielfalt beispielsweise im Islam und im Judentum häufig unterschlagen wird und dass es von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe immer wieder dieselben Informationen über die Fremdreligionen ohne Erkenntnisfortschritt gibt. Hier wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Schülerinnen und Schüler urteils- und dialogfähiger gemacht werden können in Bezug auf fremde Religionen.
Die Vokationstagungen wurden mit einem festlichen Gottesdienst abgeschlossen, in dem die neuen Lehrkräfte vom Schulreferenten der Landeskirche, Landeskirchenrat Cornelius Hahn bzw. Propst Thomas Gunkel, für ihren Dienst gesegnet und in dem ihnen die Vokationsurkunden überreicht wurden.

Vorschau 2022

 

Lehrkräfte erhielten die kirchliche Bestätigung zur Erteilung von Religionsunterricht

"Herausforderung Vielfalt" als Thema der Vokationstagung

Vokation 2017In einem feierlichen Gottesdienst erhielten 20 Religionslehrerinnen und fünf Religionslehrer ihre Vokationsurkunde von Pfarrer LKR Jörg Willenbockel überreicht und wurden für ihren Dienst in der Schule gesegnet. Damit sind sie von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen beauftragt, evangelischen Religionsunterricht in öffentlichen Schulen zu erteilen. Zuvor hatten sie durch ihre Ausbildung in der Universität und in den Ausbildungsseminaren die fachliche Befähigung für die Unterrichtserteilung im Fach Religion erworben. Die Erteilung von Religionsunterricht liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Staat und Kirche.

Der Gottesdienst bildete den Abschluss der dreitägigen Vokationstagung, die vom Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik (ARPM) der braunschweigischen Landeskirche organisiert und im Haus Hessenkopf regelmäßig durchgeführt wird.
Das Thema "Herausforderung Vielfalt" nahm diesmal die Entwicklung der Schülerschaft und die schulischen Rahmenbedingungen in den Blick. Mit Gerhard Ziener, Dozent am Pädagogisch-Theologischen Zentrum in Stuttgart, war ein Experte eingeladen, der praxisorientiert und theoretisch fundiert die Problemlagen identifizierte und gleichzeitig Handlungsoptionen aufzeigte. Anhand von Beispielen und Methoden stellte er Möglichkeiten vor, Schülerinnen und Schüler "ins Lernen zu bringen" und der Vielfalt gerecht zu werden.

Fester Bestandteil der Vokationstagungen sind neben Hinweisen zum Beratungs- und Unterstützungsangebot des ARPM Informationen über rechtliche Fragestellungen zur Erteilung von Religionsunterricht. In diesem Zusammenhang betonte Regierungsschuldirektor Stefan Hetzer, Schulfachlicher Dezernent aus der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Regionalabteilung Braunschweig, die gute und förderliche Kooperation mit dem ARPM und der Ev. luth. Landeskirche in Braunschweig zum Wohl des Religionsunterrichts und ermutigte die Teilnehmerinnen, die Fortbildungsangebote zu nutzen.
Die nächste Vokationstagung des ARPM findet im Oktober 2017 statt. Sie ist ausgebucht.

Ansprechpartner: Pfarrer Heiko Lamprecht, ARPM

Die Vokation

Die Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat im Juni 2006 ein Kirchengesetz über die "Kirchliche Bestätigung von Religionslehrkräften" verabschiedet, das ab 01. November 2006 gilt.
Mit der "Kirchlichen Bestätigung von Religionslehrkräften" soll keinesfalls der Religionsunterricht verkirchlicht werden, sondern die Evangelischen Kirchen in Niedersachsen möchten den Religionsunterricht und die Religionspädagogen als Unterrichtende unterstützen.

Für die Unterrichtenden bedeutet die Einführung der Vokation:

  1. Wenn Sie die Fakultas (die abgeschlossene staatliche Ausbildung zum Lehramt mit Lehrbefähigung für das Fach evangelische Religion - 2. Staatsexamen - oder eine staatlich anerkannte Zertifikation oder einen abgeschlossenen, von den beteiligten Kirchen anerkannten Weiterbildungskurs) vor dem 01. November 2006 erworben haben, brauchen Sie keinen Antrag auf Erteilung einer Vokation zu stellen. Für Sie gilt die Vokation als erteilt.
    Wer aus diesem Personenkreis dennoch eine Vokationsurkunde bekommen und an einer Vokationstagung teilnehmen möchte, ist dazu herzlich durch die evangelischen Kirchen eingeladen.
    Auch für diejenigen Religionslehrkräfte, die vor dem 01. November 2006 länger als ein Jahr fachfremd Religion erteilen, gilt die Vokation als erteilt.
  2. Wenn Sie nach dem 01. November 2006 Ihre Fakultas (s.o.) für das Fach Evangelische Religion erwerben, benötigen Sie eine Vokation, um Religionsunterricht erteilen zu können.

Referendare

Zukünftig kann das Fach Evangelische Religion nur noch max. drei Jahre durch eine fachfremde Lehrkraft unterrichtet werden. Für diesen Zeitraum wird der Lehrkraft eine befristete Unterrichtsbestätigung ausgestellt, die nach drei Jahren ihre Gültigkeit verliert. In der Oberstufe ist fachfremdes Unterrichten mit einer befristeten Unterrichtsbestätigung nicht möglich.

Für die Dauer der praktischen Ausbildungsphase ist eine befristete Unterrichtsbestätigung im Vorbereitungsdienst erforderlich. Diese kann, wenn die Schule auf dem Gebiet der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen liegt, bei der Geschäftsstelle der Konföderation beantragt werden. Die Adresse lautet:

Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Rote Reihe 6
30169 Hannover
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Frau Nordhoff (nele.nordhoff@evlka.de)  sowie
Frau Riechers, Tel. 0511/1241-243

Anträge können online unter folgendem Link gestellt werden: www.kirche-schule.de/themen/vokation

 
 

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Aktualisierung: 01.06.2021
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